Netzhängematte, Stabhängematte oder Tuchhängematte – Wo ist der Unterschied?

Bei der schier unfassbaren Anzahl an unterschiedlichen Hängematten-Typen kann man schnell den Überblick verlieren. Auch gibt es verschiedene Bezeichnungen der Hersteller für die selbe Hängematten-Art. Um ein wenig Licht in das Dunkle zu bringen, möchten wir Ihnen die gängigsten Bezeichnungen und Modelle vorstellen.

Was ist eine Netzhängematte?

Die Bezeichnung zielt dabei auf die Liegefläche. Wenn diese aus einem Netz besteht, kann man die Hängematte als Netzhängematte bezeichnen. Bei den meisten Modellen besteht dieser Stoff aus Baumwolle oder einem synthetischen Material. Der große Vorteil des Netz-Stoffes ist, dass sich keine Hitze staut. Gerade im Sommer kann das Liegen einer Hängematte sehr unangenehm werden, wenn es darin zu heiß wird. Bei einem dicken Stoff, auf dem man liegt, ist dies auch kein Wunder. Bei Netzhängematten kann die Luft besser zirkulieren und kühlt einen. So schwitzt man auch nicht so schnell.

Was ist eine Tuchhängematte?

Eine Tuchhängematte ist die andere Möglichkeit des Stoffes einer Liegefläche. Wenn von einem durchgängigen Stoff vorhanden ist, spricht man von einer Tuchhängematte. Das Material ist hierbei meist Baumwolle, kann aber auch synthetisch sein. Tuchhängematten sind der Klassiker unter den Hängematten. Eine solche Hängematte wirkt schon beim Ansehen gemütlich und wer sich ein solches Modell in den Garten hängt, spürt direkt die Entspannung und das Urlaubsgefühl.

Was ist eine Stabhängematte?

Eine Stabhängematte zeichnet sich durch den Spreizstab an beiden Enden der Matte aus. Dieser Stab sorgt dafür, dass die Liegefläche auseinander gedrückt und „offen gehalten“ wird. So kann man einfacher einsteigen und die Seitenränder biegen sich beim Hineinlegen nicht nach oben. Dadurch bleibt die Liegefläche gerader. Manche Menschen mögen dies lieber, da man dadurch nicht so eingeschlossen in der Hängematte ist. Der Nachteil allerdings ist, dass Stabhängematten etwas teurer sind und mehr Platz benötigen. Gerade wer wenig Stauraum hat, sollte also den Platzbedarf dieses Modells bedenken.

Hier noch ein weiteres Bild einer Stabhängematte. Dieses mal mit einer Auflagefläche aus Tuch.

Fazit

Sie haben nun sicher bemerkt, dass sich die Bezeichnungen auf unterschiedliche Teile der Hängematte beziehen. Aus diesem Grund kann eine Netzhängematte gleichzeitig auch eine Stabhängematte sein. Wenn nämlich die Liegefläche aus einem Netz besteht und die Matte gleichzeitig einen Spreizstab hat. Das macht die Bezeichnung zwar etwas schwer, doch am Ende zählt nur, dass Sie die Hängematte kaufen, die Ihnen gefällt. Wie man die Hängematte am Ende nennt, ist doch egal. Außerdem gibt es noch Gestellhängematten, welche nicht an Bäumen oder ähnlichem aufgehängt werden, sondern direkt an einem Hängemattengestell befestigt werden. Das sind die gängigsten Hängematten-Arten. Sollte Ihnen noch eine Bezeichnung untergekommen sein, schreiben Sie sie doch einfach in die Kommentare. Sicher finden wir auch hierfür eine Erklärung.

Eine Reise-Hängematte kaufen

Eine Hängematte macht sich nicht nur gut im eigenen Garten, sie ist auch ein idealer Reisebegleiter. Damit hat man nämlich bei einer Reise seine Schlafmöglichkeit immer dabei. Natürlich ist dies nicht für alle Reisearten sinnvoll, doch gerade bei Individualreisen mit kleinem Budget ist eine solche Matte eine gute Idee.

Damit kann man sich an entlegenen Orten niederlassen, die Natur genießen und ist komplett unabhängig. Für Naturliebhaber also genau das Richtige! Bei einem solchen Urlaub kommt man der Natur richtig nahe und kann die Freiheit, die Ungebundenheit und die Selbstständigkeit richtig genießen.

Natürlich ist ein solcher Urlaub ein krasser Gegensatz zu einem Pauschalurlaub mit all inklusiv, da man wenig Luxus hat, doch dafür wird man mit ganz individuellen Eindrücken der Natur belohnt. Sie müssen selbst entscheiden, welche Art von Urlaub Ihnen mehr liegt, doch ausprobieren sollte man alles einmal. Dann kann man sich entscheiden.

Reisehängematte
Eine solche Reisehängematte sorgt für das absolute Freiheitsgefühl!

Nicht in jedem Land oder Ort ist aber eine solche Reise möglich. Wer ganz auf sich allein gestellt verreisen möchte, sollte sich vorher in jedem Fall über die Sicherheitslage, die Gesetze und die Vorsichtsmaßnahmen ausgiebig informieren und die Reise von zu Hause aus gut planen. Wenn Sie dies gemacht haben, steht einem unvergesslichen Urlaub nichts mehr im Wege. Halt, nur eins vielleicht: Ihnen fehlt die richtige Hängematte dafür. Aber da können wir helfen! Was eine gute Reise-Hängematte auszeichnet, haben wir hier für Sie zusammengetragen. Diese Punkte sollten Sie beim Kauf einer solchen Matte beachten.

Wodurch sich eine Reise-Hängematte auszeichnet

  • Sie lässt sich sehr klein zusammenrollen. Eigentlich alle Modelle werden in einem kleinen Beutel geliefert, sodass sie im Rucksack nicht viel Platz brauchen und man sie einfach mitnehmen kann. Gerade auf die Größe sollten Sie achten, da gerade bei Flugreisen das Gepäck begrenzt ist.
  • Reisehängematten sind außerdem leicht, das ist auch sinnvoll, denn das Gewicht bei Flugreisen ist meist auf 20 Kilogramm begrenzt. Davon sollte die Hängematte natürlich so wenig wie möglich verbrauchen, denn wer mit Hängematte reist, braucht auch noch viel mehr Utensilien.
  • Außerdem sollte die Matte aus strapazierfähigem, wasserabweisendem und pflegeleichtem Material sein.
  • Ein durchdachter und trotzdem einfacher Befestigungsmechanismus, der sich an möglichst vielen Orten einsetzten lässt, ist auch von Vorteil. Dies ist sinnvoll, da man vorher nicht weiß, wie die Beschaffenheit vor Ort ist.
  • Eine variable Länge der Befestigungsseile ist auch sinnvoll, da der Abstand der beiden Befestigungspunkte im Voraus nicht klar ist.

Reisehängematte

Verschiedene Arten von Hängematten

In diesem Artikel möchten wir Ihnen knapp verschiedene Arten von Hängematten vorstellen. So haben Sie einen besseren Überblick und können sich für Ihr Traummodell entscheiden. Generell wird zwischen Netz-, Tuchhängematten unterschieden. Beide Versionen gibt es außerdem als Stabhängematten.

Netzhängematte

Eine Netzhängematte zeichnet sich – wer hätte es gedacht – durch die Liegefläche aus einem Netz aus. Netzhängematten bestehen aus zu einem Netz aus verschlungenem Baumwollgarn, die nicht miteinander verknotet sind. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Liegefläche so ideal an den Körper anpasst. So verteilt sich das Gewicht außerdem gleichmäßig und es kommt am Körper zu keinen Druckstellen. Es muss beim Kauf aber darauf geachtet werden, dass die Fasern dick genug sind, um eben nicht in die Haut zu schneiden. Ein Vorteil dieser Art von Hängematten ist aber, dass sich die Längsseiten beim Hineinliegen automatisch nach oben ziehen und so für ein sicheres Liegen beim Schaukeln sorgen. Ein Herausfallen ist praktisch ausgeschlossen.

Eine Netzhängematte
Hier sieht man eine Netzhängematte ohne Spreizstab.

Tuchhängematte

Tuchhängematten haben ihren Ursprung in der Schifffahrt. Matrosen konnten sich damit einen bequemen und vor allem von Schwingung freien Schlafplatz errichten. Eine Tuchhängematte besteht aus fein gewebten Tüchern, die an den Längsseiten von stabilen Kordeln zusammengehalten wird. Wer hier hineinliegt, wird ebenfalls das Gefühl haben zu „versinken“, da sich die Außenseiten durch die Gewichtseinwirkung auf die Mitte nach oben biegen. Einige Menschen mögen das Gefühl allerdings nicht, da dies ein Enge-Gefühl auslösen kann. Wer also klaustrophobisch veranlagt ist, sollte sich im Zweifel wohl eher für eine Netzhängematte entscheiden. Tuchhängematten haben allerdings den Vorteil, dass sie das Gewicht noch besser gleichmäßig verteilen. Die Last wird hier nämlich nicht nur über die Fäden verteilt, sondern über die gesamte Körper- bzw. Liegefläche.

Eine Tuchhängematte
Dies ist eine Tuchhängematte.

Stabhängematte

Eine Variante beider Versionen ist die Stabhängematte. Ein Spreizstab sorgt bei diesem Modell dafür, dass die Querseiten auseinander gehalten werden. Die Liegefläche kann dann aus Tuch oder Netz bestehen – je nach Modell. Der Vorteil ist, dass sich die Längsseiten nicht so sehr nach oben biegen, wenn man sich hineinlegt. Der Nachteil allerdings ist, dass man dadurch auch leichter herausfallen kann, da der Schutz an den Seiten fehlt. Für welches Modell und für welche Art der Liegefläche Sie sich am Ende entscheiden, müssen Sie nach Abwägung dieser Alternativen herausfinden.

Netzhängematte-mit-Spreizstab
Hier sieht man eine Netzhängematte mit einem Spreizstab, der die Querseiten auseinander drückt.
Tuchhängematte-mit-Spreizstab
Diese Tuchhängematte hat einen Spreizstab.